Das hat ja schon mal geklappt, du bist auf unsere Seite!

Sicher hast du gedacht, cooler Film, vielleicht gibt es auf der Seite noch mehr coole Sachen.

Gibt es 😉

Wir möchten Dich für den ökologischen Landbau begeistern.

Und darum geht es uns in erster Linie:
Biologische / ökologische Landwirtschaft ist mehr, als der Verzicht auf chemische Spritz- und Düngemittel.
Und ökologischer Landbau ist die normale Form der Landwirtschaft, die konventionelle Landwirtschaft in der heutigen Form ist ein Experiment, das nicht besonders erfolgreich ist.

… mehr zu Entstehung und Grundregeln

Jetzt wird es ein bisschen theoretisch

Vor ca. 13000 Jahren wurden die ersten Menschen sesshaft und begannen ihre Lebensmittel selbst anzubauen, aus den Jägern und Sammlern wurden Bauern.

Aus dem vorhandenen Pflanzenpool wurden die Sorten ausgewählt, die die größten Samen hatten, aus der Ernte wurden wieder die größten Körner für die nächste Saat zurückbehalten und dadurch konnten immer bessere Erträge erzielt werden . So entstanden aus Gräsern Getreidesorten und aus der Gattung der Nachtschattengewächse unter anderen die Kartoffel, aber auch Tomaten und Paprika.

Die Grundregel für die Landwirtschaft damals sind die gleichen Vorrausetzung für den Bioanbau heute:

Der Boden muss so gut gepflegt werden, dass er die Pflanzen ernähren kann.

Das hat über viele Generationen gut funktioniert.

Mit der Erfindung des Kunstdüngers vor ca. 150 Jahren gab es einen tiefgreifenden Einschnitt in der Landwirtschaft. Bisher wurden die Ackerflächen organisch, also mit Mist und Pflanzenteilen, gedüngt. Um genau zu sein, wurden die Bodenlebewesen, wie der Regenwurm, damit ernährt, der wiederrum den Boden auflockert und durch seine Ausscheidungen die Nahrungsgrundlage für die Pflanzen schafft.

Bioland Bayern _kolandwirt pr_ft Bodenstruktur nach Zwischenfruchtanbau, M_rz 2003, Biolandhof Hatzl, _kologischer Landbau ,Bodenfruchtbarkeit

Der Einsatz von Kunstdünger setzt dieses System außer Kraft, die Pflanze bekommt ihre Nahrung nicht mehr über den natürlichen Kreislauf, sondern direkt von außen zugeführt, ähnlich der künstlichen Ernährung in der Medizin.

Durch diesen Eingriff in die natürlichen Abläufe ist aber das gesamte System aus dem Gleichgewicht geraten, durch den Kunstdünger ist nicht nur das Getreide besser und schneller gewachsen, sondern auch andere Pflanzen (in Volksmund Unkräuter genannt), die dort nicht erwünscht waren. Unkraut jäten ist mühsam, also musste ein Mittel her, mit dem man den Fremdbesatz vernichten konnte. Dazu wurden entsprechende Herbizide, also chemische Pflanzenschutzmittel, entwickelt. Doch die Lösung dieses Problems zog sofort das nächste nach sich. Durch die Spritzmittel wurden auch viele Kleinlebewesen vernichtet. In einem intakten Ökosystem gibt es in der Regel ein Gleichgewicht und jede Pflanze, jedes Tier hat eine Bedeutung in dieser Kette.

Mehr dazu Broschüre KÖN und Seite Bioland / Was heißt Ökologischer Landbau

Die Landwirte, die heute nach den Regeln der ökologischen Landwirtsacht arbeitet, nehmen diese Grundsätze wieder auf und tragen damit ganz aktiv und nachhaltig zum Erhalt unserer Umwelt bei.
In der konventionellen Landwirtschaft, wo häufig nur zwei oder drei Kulturen wie, z.B. Raps und Weizen im Wechsel angebaut werden, kann der Acker sich nur schwer regenerieren. Der ökologische Landbau verpflichtet die Bauern, möglichst viele verschiedene Früchte zu säen oder zu pflanzen, damit auch alle Organismen im Boden Nahrung finden.

Demeter, Mecklenburg-Vorpommern Ackerbau, blau bl_hende Lupinen, Futterr_ben, Kartoffel, Juni 2002, SOS-Kinderdorf Grimmen, _kologischer Landbau ,Ackerbau

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Ölrettich oder Lupinen, sogenannte Leguminosen, werden als Zwischenfrüchte angebaut , dienen der Bodenernährung und werden nicht geerntet. So wachsen auf den Biofeldern viele verschiedene Kulturen in einer bestimmten Reihenfolge, die Bio Kartoffel kann zum Beispiel nur alle 4-5 Jahre auf dem gleichen Feld gepflanzt werden.

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In Deutschland gibt es schon mehr 1 Million Hektar biologisch bewirtschaftete Äcker, das sind aber nur 6,3% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in der Bundesrepublik, bei der Bio Kartoffel liegt der Anteil sogar nur bei 4,5%.

Das muss sich ändern, sagt sogar die Politik

Da es inzwischen unbestritten ist, dass der ökologische Landbau eine wichtige Rolle im Umweltschutz spielt, möchten auch alle politischen Parteien eine Ausweitung. Nach Aussage vom derzeitigen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU sollen möglichst schnell 20% der Felder biologisch bewirtschaftet werden.

Bio boomt – wo ist das Problem

Die Antwort ist einfach, die Lösung nicht.

Demeter Mecklenburg-Vorpommern Zwischenfrucht Phacelia Bl_te Biene, Juli 2002, SOS-Kinderdorf Grimmen, _kologischer Landbau ,Phacelia

Warum das so ist, können wir am Beispiel der Kartoffel sehen, die hier exemplarisch für alle Erzeugnisse steht. Seit 2007 ist die Fläche konstant bei ca. 8200ha, obwohl die Nachfrage jedes Jahr steig. DieNachfrage ist da und trotzdem stellen nur wenige Landwirte um?
Der Anbau von Bio Kartoffeln ist kosten- und arbeitsintensiv. Das Pflanzgut ist teuer, die Pflege und Ernte ist mit viel Arbeit verbunden, die Lagerung aufwendig. Trotzdem sehen immer mehr Bauern in anderen Ländern mit dem Anbau von Bio Kartoffeln und den Export nach Deutschland eine gute Einkommensquelle, weil sie oft aufgrund von niedrigeren Löhnen günstiger produzieren können. Damit steigt aber auch das Risiko, dass die heimischen Biokartoffeln nicht verkauft werden können. Der wirtschaftliche Schaden ist hoch.

Das ist Wettbewerb, na und! Sagen die einen

Das ist richtig, aber mit einem Produkt, wie der Kartoffel stärken wir auch den ökologischen Landbau und seinen positive Auswirkung auf den Umweltschutz.

Und das kann weder exportiert noch importiert werden.

Die Bioprodukte, die hier angebaut werden, müssen also auch hier verkauft werden können.


Und damit sind wir bei der Initiative mehrbio

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